Tag 3 das Mietauto und die erste Tagestour
2009
Heute Mittag konnte ich mir das Mietauto aus einer Partnerstelle von „Holiday Autos“ abholen. Diesmal hatte ich dazu gelernt und mir einen Plan von der Stadt organisiert und so rasch den richtigen Weg gefunden
Mir ist natürlich ein kleiner Fehler in der Hektik unterlaufen. Ich hab das Auto nicht gemeinsam mit der Vermieterin kontrolliert und so erst vorm Hotel die vielen unzähligen Kratzer und Beulen gesichtet. Also noch schnell ein paar Beweisfotos gemacht und einen kurzen Anruf im Shop getätigt. Anscheinend aber normal bei den Autos.
Schnell hatte ich die wichtigsten Dinge im Auto verstaut, im Reiseführer empfohlene Sehenswürdigkeiten markiert und viel Wasser für unterwegs eingekauft.
TIPP: ein Besuch im Supermarkt lohnt sich. 1,5 Liter kosten 0,38 EUR. Am manchen “Standln” oder am Strand kosten 0,5 Liter schnell um die 1,70 EUR.
Mein erstes Ziel: Portocristo
Ein kleiner Ort mit knapp 6.000 Einwohnern liegt in einer schönen und idyllischen Hafenbucht. Also habe ich einen ausgiebigen Photowalk gestartet und bin etwas um die Bucht gewandert.
TIPP: Man kommt auch ganz gut ohne Navigationsgerät ans Ziel. Zur Orientierung helfen die großen Städte, die immer sehr ausführlich angeschrieben sind. Ist das Ziel in der Näher einer Stadt, ist es mit Sicherheit auch gut ausgeschildert.
Zweites Ziel: Coves del Drac
In Mallorca gibt es hunderte unterschiedliche Höhlen. Eine der größten Tropfsteinhöhle ist die Coves del Drac in Portocristo. Da der Reiseführer mit dem größten unterirdischen See der Welt und einem netten Spektakel für Toursiten (kitschiger Beleuchtung und Miniorchester auf Booten) für ein beeindruckendes Erlebnis wirbt, freue ich mich auf die Besichtigung und auf ein paar nette Fotomöglichkeiten.
Da nur zu jeder vollen Stunde Gruppen in die Höhle gelassen werden, schaffe ich es noch bis zur letzten Möglichkeit um 17 Uhr. Mit meinem Equipment bewaffnet starte ich in Richtung Kasse, zahle 10,50 EUR Eintritt und marschiere Richtung Eingang, der etwas abseits liegt und sich dort die Besucher vorab sammeln.
Der Beschiss:
Erst auf der Rückseite vom Ticket und vorm Eingang steht ein Schild, dass in den Höhlen fotografieren verboten ist. Auf so etwas sollte meiner Meinung nach schon vor der Kassa bzw. im Reiseführer aufmerksam gemacht werden. Irgendwie sehe ich dies als Täuschung und Irreführung an. Die „Vertragsdetails“ werden erst nach Kauf ersichtlich. Ich würde mir so eher andere Höhlen oder Sehenswürdigkeiten ansehen. Ich war auch nicht der Einzige, der mit Kamera unterwegs war.
Während dem Warten vorm Einlasse hab ich das kleine und lichtstarke 50mm Objektiv montiert, um ohne Blitz vielleicht ein paar Schnappschüsse machen zu können. Da aber alle paar Meter ein Aufpasser stand, war es unmöglich ruhig zu fotografieren. Nach 2-3 spanischen Beschimpfungen und der Drohung die Höhle verlassen zu müssen (nehme dies aufgrund der Gestik an), hab ich mich doch eher zurück gehalten.
Richtige „Profis“ unter den Besuchern waren diejenigen, die mit einer Kompaktkamera und eingeschalteten Blitz unterwegs warne. Da war es für die Aufpasser ja wirklich schwer herauszubekommen was abging.
Ziemlich am Ende der Höhle gelangt man schließlich zum unterirdischen See (sg. Mantelsee). Man muss auf einer Art „Tribüne“ Platz nehmen, das Licht geht aus, eine Erklärung in einigen Sprachen folgt und schließlich kommen drei beleuchtete Boote, wobei eines das “Miniorchester” beherbergt. Das Stück, welches sie spielen heißt „Sonnenaufgang am Mantelsee“… Danach konnte man noch mit einem Boot Richtung Aufgang zum Ausgang mitfahren oder die „Brücke“ nehmen.
Drittes Ziel: Portocolom
Eine schöne Hafenstadt, die vom Massentourismus eher verschont blieb. Da es schon spät wurde und ich heute schon Portocristo ausführlicher erkundet hatte (hab eher das Motto: ein Stein ist wie der andere… Muss mir nicht unzählige Male das Gleiche anschauen), ging’s rasch zurück Richtung Hotel um später das Nachtleben in Cala Rajada besser zu erkunden.