Ich hatte mir im Reiseführer nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern auch ein Sport- und Actionprogramm rausgesucht. Da an dem Tag keine Aussicht auf ausreichend starkem Wind war, fiel leider das Kitesurfen bei den Jungs von www.kitesurfing-mallorca.de in Can Pastilla (nähe Palma) flach.
Nun auch kein wirkliches Problem für mich. Mich hatte der Abschnitt übers Tauchen auch sehr gereizt und so wollte ich an die Nordküste fahren einen ordentlichen Tauchgang erleben.
Also rief ich bei Matthias von www.scuba-activa.com an und konnte zum Glück heute ab 14 Uhr vorbei kommen. Doch die Basis war nicht im Norden, wie von mir angenommen, sondern ganz im Westen - also genau am anderen Ende der Insel. Kommt davon, wenn man nicht ordentlich liest
Da es schon gut 11:30 Uhr war, musste ich mich sputen und durfte keine Zeit mehr vergeuden.
Irgendwie war ich dann doch viel zu früh in Sant Elm und wollte die Zeit nutzen um einen Bankomat und die Tauchbasis zu suchen.
TIPP: Wenn man die engen Straßen nach Sant Elm runter kommt, ist gleich auf der rechten Seite ein gebührenpflichtiger Parkplatz. Fährt man bei der ersten Kreuzung rechts 300 Meter weiter, ist nichts zu zahlen
Noch ein “klugscheißer” TIPP: In Sant Elm gibt es keinen Bankomaten! Ich musste nochmals alles zurück in die Nachbarortschaft.
Aufgrund meiner unfreiwillig erweiterten Tour, hatte ich nicht noch knappe 15min um die Basis zu finden und bin drauf los marschiert. Als ich irgendwann einen Spanier drauf angesprochen hatte, hatte ich wieder mal Glück. Genau in dem Moment kam ein Auto von der Basis vorbei (ausreichend beklebt). Also Auto aufgehalten und mitgefahren
Bei der Basis angekommen, wurde ich mal nett begrüßt und durfte auch gleich eine Erklärung ausfüllen, dass ich TOP-FIT bin.
Mein erster Tauchgang:
Als Einstieg musste ich mir ein 20 minütiges Video zum Thema Tauchen anschauen und das passende Equipment wie Neoprenanzug usw. aussuchen. Nach einer genauen Erklärung der Funktionen des Geräts, ging’s voll angezogen runter zum Wasser. Waren knapp 100m einen Hang hinunter, was mit dem ganzen Gewicht nicht unbedingt lustig war.
Im Wasser angelangt versuchte ich auf den Steinplatten irgendwie einen guten Standplatz zu finden, um mir erst jetzt die Flossen anzuziehen – zumindest mehr oder weniger wie sich später heraus stellte.
Nochmals ein paar Details von Matthias, dem Tauchlehrer, und ab ging’s unter die Wasseroberfläche. Da ich so etwas natürlich noch nie gemacht hatte, hatte ich so meine Anfangsschwierigkeiten, was sicher lustig anzusehen war.
Nach ein paar Metern bemerkte ich irgendwie, dass irgendwas komisch war und etwas am Fuß war. In diesem Moment löste sich Flosse 1 von meinem Fuß und wollte abhauen. Also machte ich eine eifrige Drehung, griff mir die Flosse und verlor dabei die Flosse 2
Durch die Drehung, den spontanen Rechtsdreh und sowieso die ungewohnte Atmung, hatte ich ganz schön zu kämpfen. Zum Glück ist man ja nicht allein und so bekam ich rasch Hilfe.
Schließlich verlief alles viel besser und koordinierter (naja, das Tarieren war noch eine Herausforderung für mich). Dafür gab’s beeindruckende Aussichten, viele Fische und gegen Ende unseres Tauchgangs noch ein paar tolle Übungen unter Wasser.
Ich bin ab jetzt ein Fan der Taucherei und werde sicher überlegen, mehr in diese Richtung zu machen.
